24.08.2011

„Wissenschaftliches Arbeiten in der Lüneburger Heide“. „Facharbeiten Workshop Schwerpunkt Tourismus Hofa Hamburg

Alle Jahre wieder.….

Jedes Jahr um die gleiche Zeit heisst es Koffer packen für die Studierenden des Schwerpunkts Tourismusmanagement der Hotelfachschule Hamburg. Im Rahmen der zweiährigen Weiterbildung zum staatl. gepr. Betriebswirt der Hotellerie und Gastronomie, müssen die Studierenden nach den Frühjahrsferien 2012 eine ca. 30 seitige wissenschaftliche Arbeit abgeben.

Die Ansprüche sind sehr hoch bei uns, und können daher – wenn auch „nur“ 30 Seiten – durchaus mit einigen Bachelorarbeiten gleichgesetzt werden.  Das zeigt zumindest meine Erfahrung als Gastdozent bei anderen Instituten.  Die Ansprüche kommen insofern zum tragen, da Themen in der Regel grundsätzlich nur dann genehmigt werden, wenn sich ein Betrieb dazu bereit erklärt hat, mit dem Studierenden zu kooperieren. Aufgrund dessen können wir eine sehr hohe Praxisnähe garantieren, und rein abstrakte bzw. theoretische Modelle grundsätzlich vermeiden.

In der Phase der Themenfindung muss im Vorwege von den Studierenden ein Grobkonzept  zunächst vorgelegt werden. Konkret ist damit eine Problem-, bzw. Aufgabenstellung, eine sehr ausgefeilte und anspruchsvoll definierte Zielsetzung, eine methodische Vorgehensweise und zusätzlich auch eine erste Grobgliederung abzugeben. Erst dann wird unsererseits das Thema final genehmigt oder auch nicht.

Durch diesen aufwendigen, und manchesmal auch etwas zermürbenden Prozess, können wir aber Probleme im Vorwege grundsätzlich vermeiden, die ansonsten während des Schreibens der Arbeit auftreten würden. Dann ist es natürlich in der Regel zu spät, wenn diese Erkenntnis erst beim Schreiben auftritt.

Oftmals sind die Themen zu groß gewählt und auf 30 Seiten nicht mal ansatzweise machbar. Aufgrund dessen gerät man schnell in Konflikte, da die Arbeit dann lediglich eine „beschreibende“Arbeit werden würde, ohne die geforderte Tiefe zu errreichen. Somit ist die Chance auch gleich gen Null dafür noch eine vernünftige Zensur zu erhalten.

Unser Anspruch heisst Praxis, Praxis, Praxis und inhaltliche Tiefe!

Der Fokus richtet sich daher immer – im Bereich des Marketingsmixes – auf einen Teilbereich wie z.B. Produktpolitik, Vertriebspolitik, Kommunikationspolitik etc. Auch dann ist zwar das Thema in der Regel noch immer zu groß, wird dann aber durch die intensiv ausdiskutierte Zielsetzung entsprechend verkleinert. Was ist z.B. nicht das Ziel der Arbeit? Hierauf legen wir extremen Wert, damit die Studierenden später nicht angreifbar werden können.

Es wird daher unsererseits jedes einzelne Wort in den Anträgen auf die Waagschale gelegt, um später einfach Entäuschungen und Probleme zu vermeiden. Bei der Facharbeit gibt es nur eine einzige Chance. Zumal die Note der Facharbeit und das Thema später im Zeugnis einzeln an prominenter Stelle aufgeführt werden.  Die Wichtigkeit ist von daher omnipräsent.

Da es unsererseits, während des Schreibens der Facharbeit, keinerlei Feedback  zur Qualität der Arbeit gibt, ist es für die Studierenden oftmals eine große seelische und auch körperliche Hürde, die zu nehmen ist. Zwischen Antrag der Arbeit und der mündlichen Prüfung im darauf folgenden Jahr, vergehen bis zu 8 Monate Zeit die dann durchaus lang werden können.

Um den Studierenden – aus besagten Gründen heraus – auch eine Chance zu geben,  den hohen Ansprüchen auch gerecht werden zu können, legen wir großen Wert auf eine optimale Vorbereitung für das komplexe Projekt.

Diese Vorbereitung beginnt in der Regel mit einer achtseitigen (Netto) Hausarbeit, in diesem Jahr zu dem zentralen Thema „Bewertungsportale“. Hier müssen die Studierenden ebenfalls mit einem Betrieb kooperieren und Interviews mit dem Management führen.

Das Thema erhalten die Studierenden bereits vor den Sommerferien. Abgabe ist dann nach den Herbstferien, insofern auch kein zeitlicher Druck entsteht. Nach Abgabe und Korrektur der Hausarbeit, werden dann individuelle Einzelgespräche auf Basis eines Stärken – Schwächen Profils geführt. So haben die Studierenden dann auch eine wirklich faire Chance, erste Erfahrungen zu sammeln, um es dann später bei der Facharbeit entsprechend umsetzen zu können.

Alle Studierenden im Tourismus Schwerpunkt erhalten zusätzlich einen ca. 30 seitigen „Leitfaden Facharbeit„.  Dieser regelt alle relevanten Aspekte des gesamten Projekts Facharbeit.

Highlight des Jahres ist aber das langfristig geplante Kult- Wochendendseminar -„Workshop Facharbeiten“ in der Lünebürger Heide. Umgeben von Schafen,  dem Pietzmoor, Lagerfeuer Romantik, Grillabende und viel Spass auf dem „Heideblütenfest„, steht das lernen tagsüber natürlich im Vordergrund. An insgesamt 2,5 Tagen wird gebüffelt, gefeiert und wieder gebüffelt.

Im Vordergrund des Konzepts steht zunächst die Themenfindung einer Facharbeit, der Aufbau und der roter Faden. Auch das Thema „Wissenschaftliches Arbeiten“ steht im Vordergrund. Aufgrund von Mustergliederungen werden relevante Unterschiede gemeinsam erörtert und anschliessend gleich in die Praxis umgesetzt. Auch wichtige Tipps und Tricks rund um das Thema „Wissenschaftliches Arbeiten mit Word 2007“ fehlen nicht im Programm. Natürlich hat auch das Thema Plagiate einen Stellenwert.

Wir führen nunmehr seit 5 Jahren dieses Wochendseminar durch. Das Feedback der Teilnehmer ist jedes Jahr uneingeschränkt positiv. Zumal der Spassfaktor auch eine sehr hohe Priorität hat…))

Wir freuen uns auf das Wochenende und hoffen auf „trockenes“ Wetter zum feiern!

 

 

 




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