Ein Thema was mir “bekannter Weise” #HC11 (Hotelcamp der HSMA) persönlich sehr am Herzen liegt. Ich bin jetzt mal bewusst provokativ bitte daher nicht übel nehmen…))
Ich fände es sehr schade wenn:
- es in ein paar Jahren insgesamt noch viel mehr an Kunden gibt, die tolle innovative Hotelprodukte nachfragen und die Kundenzufriedenheit steigt. Hamburg ist da ganz vorne mit dabei. Siehe Pressekonferenz „HHT“ vom Montag (sorry für Schleichwerbung). Innovative Hotels wie z.B. das Prizeotel in Bremen machen es vor.
- das Marketing noch erheblich an Effizienz zulegt (ROI)
- Â Direktvertrieb und dessen Notwendigkeit auch wirklich bei allen angekommen ist.
- “Conversion Tracking”, LBS, PPC & co tatsächlich für keinen mehr den Eindruck erweckt, als handele es sich hierbei um ein neues „Onlinegame“ für Freaks etc.
- Wir es schaffen auch die Zielgruppen in der Branche ansprechen, die nie oder nur selten bei solchen Veranstaltungen wie z.B. HSMA mit dabei sind, es aber von großem betriebswirtschaftlichem Vorteil wäre für Sie
- ihr Haus einen super Revpar hat
jetzt aber jetzt das große „Aber“ kommt…
- Ihr Haus bis unter dem Dach voll ist, es aber es keine Mitarbeiter mehr gibt die Ihre Gäste einchecken? Haus voll, Mitarbeiter weg!!!! Eine ganz einfache Formel und ein herbes Schock Szenario aber bewusst übertrieben!
Der Rückgang von Auszubildenden und Mitarbeitern ist für viele existenzbedrohend. Für die kleinen Hotels auf dem Lande schon sehr lange (Rückgang bis 40 % und mehr). Dieser Effekt wird auch ganz sicher irgendwann mit der üblichen Verspätungswelle in die Städte kommen.
Viele der mir bekannten jungen Damen und Herren absolvieren eine tolle Weiterbildung und engagieren sich wirklich. I’ like! Sie sind perfekt ausgebildet was praxisorientiertes Hotelmarketing (online und offline) betrifft. Viele davon können „KPI“s aufstellen dass man vor Neid nur so erblasst. „User generated Content“, „Google Customer Journey“, all die Buzzwords sind keine Lippenbekenntnisse mehr, sondern tägliches Brot und keine graue Theorie.
Ja, alle möchten sich unbedingt persönlich weiter entwickeln, aber leider immer seltener – bis gar nicht mehr- in der Branche Hotellerie. Wir machen Sie heute fit für andere Branchen die vermutlich über uns lachen werden. Ein grasser Widerspruch der mir persönlich sehr weh tut!
Die Branche braucht „HEUTE“ überzeugende Angebote und harte Fakten damit es „MORGEN“ nicht zu spät ist für uns alle.
Vielleicht sollte man auf solch einer Veranstaltung wie der ITB oder dem HSMA Pricing & Distribution Day mit der Zielgruppe die bereits ausgestiegen ist, oder es bald vorhat, mal intensiv diskutieren und fragen, was denn die „wirklichen“ Faktoren sind, warum sie keine Lust mehr auf die Hotelbranche haben? Ich glaube persönlich dass es überwiegend nicht die Arbeitszeit & Co ist. Es sind andere Faktoren. Wenn man allerdings nicht immer wieder darüber spricht, wird sich auch wohl zukünftig nur wenig daran ändern.
Auf der ITB gibt es hierzu auch eine interessante Veranstaltung:
“War for Talent”: Die Massen-Flucht aus der Hotellerie.
Die Hotellerie bildet aus und verliert danach ihren Nachwuchs an andere Branchen. Wie kann sie junge Leute begeistern? Und was bietet die Branche den Jung-Akademikern?
http://www.itb-kongress.de/Kongressprogramm/TerminDetail.jsp?eventDateId=196635
Sorry für die langen Zeilen, aber ich stehe dazu und es ist auch ein sehr emotionales Thema. Lieben Dank für eure Geduld und Ausdauer!
Grüße Ansgar Jahns
Geschrieben von: Jahns
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