Generell ist es immer gut nach vorne zu Blicken und die Marketingstrategie an neue Technologien anzupassen. Doch ist etwa die komplett Ausrichtung auf den Einsatz von geobasierten Diensten wie z.b. Foursquare vielleicht noch etwas verfrüht und nur mit kritischen hinterfragen Lohnenswert.
Einer neuen Studie des Marketing- und Technologie-Unternehmen Forrester zufolge, nutzen zur Zeit lediglich 4 % der Erwachsenen einen geobasierten Diens, von denen bisher nur 1 % einmal in der Woche in eine registrierte Lokalität einchecken. Twitter und Facebook hingegen werden von 11 % beziehungsweise 28 % der erwachsenen Internetnutzer genutzt.
Wer sich hingegen eingesteht, dass z.b. Foursquare noch nicht zu einem Massenmedium geworden ist, kann diesen Dienst mit einer besser durchdachten Planung der Marketingziele effektiv als Werbe- und Kommunikationskanal nutzen. Denn nur die Untenehmen, die sich bereits jetzt mit geobasierten Diensten und seinen Marketing-Möglichkeiten auseinandersetzen, sind mit der zunehmenden Nutzung der allgemeinen Bevölkerung aufgrund der gesammelten Erfahrungswerte im Vorteil.
Starbucks z.b. entwickelte laut einer Forrester-Untersuchung eine rentable Foursquare-Strategie: „Starbucks bekommt durch die Verbindung des bereits existierenden Treue-Programms an das LBSN-Startup nicht nur eine gute Presse, sondern ebenso die Möglichkeit, eine aufstrebende Technologie zu testen. Experimentierfreudige Werbetreibende wie Starbucks blicken auf einen Verbrauchermarkt der ‚Early Adopters’ (Verbraucher, die ein Produkt früh annehmen), die hoffentlich zu einer neuen und aktiven Zielgruppe anwachsen werden.“
Die „Location-based Services“ (LBS) werden vor allem von 19- bis 35-jährigen genutzt, die den größten Einfluss in Familien- und Freundesnetzwerken besitzen. Diese Benutzer verwenden in der Regel häufiger die mobile Websuche, um eine Kaufentscheidung für einen Kühlschrank, das neue Auto, Kinokarten oder ein Dinner in einem Restaurant zu treffen.
Erkenntnisse über diese Gattung von Verbrauchern zu gewinnen und sie in ersten Tests im kleinen Maßstab in das Marketingkonzept für geobasierte Dienste zu integrieren, scheint der anfängliche und richtige Weg zu sein, vielversprechende Erfolge mit LBS-Werbestrategien zu erzielen. Denn schon in naher Zukunft wird auch das weltweit größte soziale Netzwerk Facebook geobasierte Services anbieten, die das einstige Paradigma plötzlich auf eine internationale Ebene der Anwendung bringen.
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